BA-X 09/2026

BA-X im September 2026: »Kräftenachfrage trotz aktuellem Anstieg insgesamt weiter schwach«

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, stieg im September 2026 um einen Punkt auf 104 Punkte. Er lag damit 6 Punkte über seinem Vorjahreswert. Insgesamt bewegt sich der BA-X auch mit dem leichten Anstieg seit über einem Jahr um den Jahresdurchschnitt von 2015, der als Referenzwert festgelegt wurde.
Trotz der insgesamt weiter schwachen Kräftenachfrage zeigt sich in zunehmend mehr Branchen ein zumindest leichtes Stellenplus im Vergleich zum Vorjahr. Prozentual über dem Vorjahr rangieren vor allem die Stellenmeldungen aus dem Öffentlichen Bereich, gefolgt von Finanzen und Versicherungen, der Energie- und Wasserwirtschaft sowie dem Verarbeitenden Gewerbe. Die größten Rückgänge verzeichnen die Wirtschaftszweige Information und Kommunikation, gefolgt von dem Gastgewerbe sowie Sonstigen Dienstleistungen, Privaten Haushalten.
Im September 2026 sind 11 Prozent des Bestands an gemeldeten Stellen dem Verarbeitenden Gewerbe und den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen zuzurechnen. Jeweils 10 Prozent stammen aus dem Handel sowie dem Bereich Gesundheit, Pflege und Soziales und dem Öffentlichen Bereich. Jeweils 10 Prozent stammen aus dem Handel sowie dem Öffentlichen Bereich. 8 Prozent kommen aus dem Baugewerbe. 21 Prozent der gemeldeten Arbeitsstellen gehen auf Zeitarbeitsunternehmen zurück.
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BA-X Konzept
Der BA-X ist der monatlich für Bund und ausgewählte Länder veröffentlichte Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA). Er ist der aktuellste Stellenindex in Deutschland und beruht auf den bei der BA gemeldeten Stellenangeboten. Der saison- und kalenderbereinigte Indikator bil-det die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt unabhängig von jahres-zeitlichen Einflüssen ab und spiegelt die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen wider.
Die Basis für den BA-Stellenindex bilden die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten un-geförderten Arbeitsstellen.1,2 Als Abbild der Arbeitskräftenachfrage fließen in den BA-X sowohl die Stellenzugänge als auch die Stellenbestände ein. Die Stellenzugänge spiegeln die Dynamik des monatlichen Einstellungsgeschehens und des aktuellen Personalbedarfs der Betriebe wider. Der Stellenbestand drückt das Niveau der Kräftenachfrage aus und beinhaltet implizit auch die Laufzeit der gemeldeten Stellen. Durch die Verwendung von Zugängen und Beständen
bildet der BA-X sowohl die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als auch mögliche Stellenbeset-zungsschwierigkeiten ab.
Für die Berechnung des BA-X werden der Stellenbestand und der Stellenzugang zunächst saisonbereinigt bzw. saison- und kalenderbereinigt. Auf Basis dieser Daten wird der arithme- tische Mittelwert berechnet. Anschließend werden die Abweichungen auf den Referenzwert (Jahresdurchschnitt 2015), der auf 100 normiert wurde, ermittelt. Durch die Saison- bzw. Kalen-derbereinigung kann es insbesondere am aktuellen Rand zu Abweichungen von früher veröffent-lichten Monatsversionen des BA-X kommen.
VERWEISE
- siehe auch: Der Arbeitsmarkt im September 2026 ...
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