Promotionen in Deutschland erreichten 2025 neuen Höchststand

Themenkreis Wissenschaft und Forschung

Rekordstand bei Promotionen: 216.200 Promovierende an deutschen Hochschulen

An deutschen Hochschulen promovierten im Jahr 2025 so viele Menschen wie nie zuvor: 216.200 Personen befanden sich in einem laufenden Promotionsverfahren – ein Plus von 3.800 beziehungsweise 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Der Frauenanteil verharrte bei 49 Prozent (106.400 Personen) und blieb damit stabil.

Im Schnitt waren die Promovierenden 30,5 Jahre alt. Zwischen den Geschlechtern zeigte sich ein kleiner, aber beständiger Unterschied: Männer promovierten mit durchschnittlich 30,9 Jahren fast ein Jahr später als Frauen mit 30,1 Jahren. Ein Viertel der Promovierenden – 54.200 Personen – besaß eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Medizin bleibt Spitzenreiter unter den Fächergruppen

Die Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften zog mit 64.100 Promovierenden weiterhin die meisten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an – knapp ein Drittel aller Promotionen. Dahinter folgten Mathematik/Naturwissenschaften mit 47.300 Personen sowie die Ingenieurwissenschaften mit 40.100 Promovierenden.

Bei der Geschlechterverteilung offenbaren sich je nach Fach deutliche Kontraste. In den Ingenieurwissenschaften dominierten Männer mit einem Anteil von 76 Prozent, während in Kunst und Kunstwissenschaft zwei von drei Promovierenden Frauen waren.

Absolut betrachtet fanden sich die meisten promovierenden Männer in den Ingenieurwissenschaften (30.400), die meisten Frauen in der Humanmedizin (39.900) – ein Befund, der die traditionelle fachliche Geschlechtertrennung im deutschen Wissenschaftssystem weiterhin spiegelt.

Ein Sechstel startet neu in die Promotion

35.800 Personen nahmen 2025 erstmals eine Promotion auf, das entspricht 17 Prozent aller Promovierenden und einem Zuwachs von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter den Promotionsanfängerinnen und -anfängern lag der Ausländeranteil mit 27 Prozent (9.800 Personen) sogar etwas höher als in der Gesamtgruppe der Promovierenden.

Vier Hochschulen bündeln fast ein Fünftel aller Promotionen

Die Konzentration auf wenige Standorte bleibt ausgeprägt: 18 Prozent aller Promovierenden entfielen 2025 auf lediglich vier Hochschulen.

Wie schon im Vorjahr führte die Ludwig-Maximilians-Universität München mit 10.200 Promovierenden die Liste an, knapp gefolgt von der Technischen Universität München mit 10.100 Personen – beide mit jeweils 5 Prozent Anteil. Die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (9.600) und die RWTH Aachen (8.000) kamen auf jeweils 4 Prozent.

Die Promovierendenstatistik wird seit dem Jahr 2017 erhoben und erfasst sämtliche laufenden Promotionsvorhaben an deutschen Hochschulen. Da sich die Erhebung bis zum Jahr 2020 noch im Aufbau befand, lassen sich frühere Jahrgänge nicht vergleichbar auswerten.


In aller Kürze
2025 promovierten 216.200 Menschen an deutschen Hochschulen, 1,8 % mehr als 2024. Frauenanteil unverändert bei 49 %, Spitzenfach bleibt Humanmedizin, vier Hochschulen bündeln 18 % aller Promotionen.


  1.   VERWEISE 

    siehe auch: Statistischer Bericht - Statistik der Promovierenden 2025 (Excel-Datei) ...


     

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