Oktober 2020: Erwerbstätigkeit steigt leicht gegenüber dem Vormonat
Erwerbstätigenzahl weiter deutlich unter Vorkrisenniveau
Im Oktober 2020 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 44,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober 2020 saisonbereinigt leicht um 16.000 Personen (0,0 %).
Rückgang der Erwerbstätigkeit zum Vorjahr setzt sich fort
Gegenüber dem Oktober 2019 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 % ab (-586.000 Personen). Der Rückgang der Erwerbstätigenzahl im Vorjahresvergleich bewegt sich seit Mai auf fast gleichem Niveau: Im Mai 2020 lag der Vorjahresabstand ebenfalls bei -1,3 % oder -589.000 Personen. Im Vorkrisenmonat Februar 2020 war die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahr dagegen noch um 0,4 % gestiegen (+195.000 Personen). Dieser Wachstumstrend endete mit Einsetzen der Corona-Pandemie ab März 2020.
Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass Kurzarbeitende nach den Konzepten der Erwerbstätigenrechnung und der Arbeitskräfteerhebung als Erwerbstätige und nicht als Erwerbslose zählen.
Erwerbslosenquote im Oktober 2020 bei 4,4 %
Nach Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im Oktober 2020 bei 1,93 Millionen Personen. Das waren 12.000 Personen oder 0,5 % weniger als im September 2020. Im Vergleich zum Oktober 2019 stieg die Zahl der Erwerbslosen um 607.000 Personen (+46,2 %). Die Erwerbslosenquote lag im Oktober 2020 bei 4,4 %.
Methodische Hinweise
Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Die Abweichungen sind auf die unterschiedlichen eingesetzten Konzepte der beiden Statistiken zurückzuführen. Nähere Hinweise zu den Hintergründen der Ergebnisunterschiede zwischen Arbeitskräfteerhebung und Erwerbstätigenrechnung finden Sie in den Erläuterungen zur Statistik.
Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbsstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem Sozialgesetzbuch veröffentlicht wird. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.
Der Mikrozensus einschließlich der integrierten Arbeitskräfteerhebung wurde technisch und methodisch neugestaltet und in dieser Form Anfang 2020 eingeführt. Aus technischen Gründen erfolgt die Datenerhebung seit Anfang dieses Jahres zunächst mit Einschränkungen. Die Ergebnisse für Januar und Februar 2020 wurden daher mit Hilfe einer Schätzung auf Basis der Ergebnisse der Vorperiode ermittelt.
VERWEISE
- ...
Ähnliche Themen in dieser Kategorie
Stabilität am Arbeitsmarkt trotz wirtschaftlicher Eintrübung Deutschland befindet sich seit Ende 2022 in einer Rezession, doch die Unternehmen zeigen bemerkenswerte Stabilität in der Beschäftigungspolitik. Laut einer aktuellen Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und …
BA: »Verhalten einsetzende Frühjahrsbelebung« »Im März beginnt am Arbeitsmarkt die so genannte Frühjahrsbelebung. Auch in diesem Jahr wird sie allerdings von der wirtschaftlichen Flaute spürbar ausgebremst«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit …
Im Februar 2025 waren rund 45,6 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 10.000 Personen (0,0 …
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet im März einen erneuten Rückgang Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im März zum siebten Mal in Folge. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht um 0,3 Punkte im Vergleich zum Vormonat …