Mecklenburg-Vorpommern: Anstieg der Auszubildendenzahlen setzt sich fort
Zwei Drittel aller Auszubildenden im Land sind männlich
Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete zum Jahresende 2023 erneut einen Anstieg der Auszubildenden in dualen Ausbildungsberufen. Insgesamt absolvierten 20.673 junge Menschen eine Ausbildung, die praktische Erfahrungen im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule verbindet.
Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, stieg die Zahl der Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr um 564 oder 2,8 Prozent - ein Trend, der nun schon im siebten Jahr in Folge anhält.
Industrie und Handel weiterhin dominierend
Der Bereich Industrie und Handel bleibt mit 11.349 Auszubildenden der beliebteste Ausbildungsbereich. Auch in den anderen Ausbildungsbereichen gab es positive Entwicklungen: Im Handwerk stieg die Zahl der Auszubildenden um 100 auf 5.939, in den Freien Berufen um 67 auf 1.290 und in der Landwirtschaft geringfügig auf 1.071.
Dagegen sank die Zahl der Auszubildenden im Öffentlichen Dienst und in der Hauswirtschaft um 13 bzw. 22 auf 934 bzw. 90 Jugendliche.
Geschlechterunterschiede bei der Berufswahl
Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2023 deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede in der Berufswahl. Junge Frauen konzentrieren sich vor allem auf kaufmännische Berufe wie Kauffrau für Büromanagement, Verkäuferin oder Kauffrau im Einzelhandel.
Junge Männer bevorzugen dagegen technische Berufe, insbesondere als Kraftfahrzeugmechatroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Elektroniker. Der Anteil der weiblichen Auszubildenden liegt bei rund einem Drittel (6.990 von 20.673 Auszubildenden).
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