Deutsche Sprache als Schlüssel zu Integration und Teilhabe

Nur wer gut Deutsch kann, hat die Möglichkeit, an der Schule, am Alltag und Berufsleben teilzuhaben. Das Erlernen der Sprache in schulischen Vorbereitungsklassen und Integrationskursen der Erwachsenenbildung ist deshalb ein Schlüssel zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Eine entscheidende Rolle kommt dabei den Lehrenden zu, die Deutsch als Zweitsprache unterrichten.
Ein neues Forschungsprojekt fragt nach den Kompetenzen von Lehrenden in Vorbereitungsklassen und Integrationskursen: Über welches Wissen verfügen sie? Wie gestalten sie Unterricht? Können sie ihren Sprachgebrauch an die sprachlichen Fähigkeiten der Lernenden anpassen? Gibt es Unterschiede zwischen Lehrkräften an Schulen und in der Erwachsenenbildung?
Das Projekt COLD (Competencies of school teachers and adult educators in teaching German as a second language in linguistically diverse classrooms) untersucht die professionellen Kompetenzen von Lehrkräften in Schule und Erwachsenenbildung beim Unterrichten von Deutsch als Zweitsprache. Es wurde vom DIE und dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache initiiert und erforscht die besonderen Anforderungen an Lehre, Didaktik und Kompetenzen, die im Bildungsbereich durch zugewanderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene entstanden sind. COLD greift damit ein hochaktuelles und gesellschaftspolitisch zentrales Thema auf: Die Integration von zugewanderten Menschen in die deutsche Gesellschaft.
Das Verbundprojekt ist am 1. April 2019 gestartet, wird vom DIE als verantwortlichem Antragsteller koordiniert und von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens »Kooperative Exzellenz« für drei Jahre gefördert (www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/leibniz-wettbewerb). Die Kooperationspartner kommen aus verschiedenen Disziplinen und Institutionen. Neben dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache sind auch das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik sowie die Universitäten Dortmund, Köln, Tübingen und Zürich beteiligt.
VERWEISE
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