Wissenschaftsrat fordert neues Denken
Über die Frage, vor welche großen gesellschaftlichen Herausforderungen unsere Gesellschaft steht, kann trefflich gestritten werden. »Wenn man das auf europäischer Ebene betrachtet, wird man dazu ganz andere Antworten finden, als wenn man nur die nationale Perspektive einnimmt«, sagte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Manfred Pretzel, vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am 6. Mai 2015 im Berliner Paul-Löbe-Haus.Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder zu inhaltlichen und strukturellen Entwicklungen von Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Insgesamt gibt der Rat zweimal jährlich Positionspapiere heraus und ist, wie es der Vertreter einer Fraktion formulierte, »das wichtigste Beratungsgremium für die wissenschaftliche Politikberatung«. Im Wissenschaftsrat arbeiten Wissenschaftler und Repräsentanten des öffentlichen Lebens gleichberechtigt mit den Vertretern von Bund und Ländern zusammen. Die Mitglieder stehen in einem kontinuierlichen Dialog zu den zentralen Fragen des deutschen Wissenschaftssystems. Damit übernimmt der Wissenschaftsrat eine doppelte Vermittlungsfunktion, nämlich zwischen Wissenschaft und Politik einerseits, sowie zwischen Bund und Ländern andererseits.
VERWEISE
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