Niedersachsen: Menschen mit und ohne Abitur den Weg ins Studium erleichtern

2,5 Millionen Euro für Projekte zur Öffnung von Hochschulen
Lebenslanges Lernen und flexible Bildungswege sind unverzichtbare Säulen der heutigen Wissensgesellschaft. Um insbesondere nichttraditionell Studierende - also Menschen ohne eine gängige Hochschulzugangsberechtigung - anzusprechen, fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur acht innovative Bildungs- und Weiterbildungsangebote, die den Hochschulzugang erleichtern. Die Förderung in Höhe von insgesamt rund 2,5 Millionen Euro setzt sich zusammen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und zusätzlichen Landesmitteln.
»Unsere niedersächsischen Hochschulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen zeichnen sich durch großes Engagement und eine hohe Kreativität bei der Entwicklung neuer Projekte aus, um Menschen mit und ohne Abitur den Weg ins Studium zu erleichtern. Daher können wir auch in dieser Ausschreibungsrunde erneut zahlreiche Vorhaben zur weiteren Öffnung der Hochschulen unterstützen«, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.
Durch das Förderprogramm »Öffnung von Hochschulen« werden berufsbegleitende Bildungs- und Weiterbildungsangebote an Hochschulen für Studien- und Weiterbildungsinteressierte mit und ohne Abitur, Angebote zur Unterstützung des Übergangs vom Beruf in die Hochschule, Maßnahmen zur Unterstützung des Hochschulzugangs sowie eine Verbesserung des Beratungsangebotes und des Einstiegs in ein Hochschulstudium unterstützt.
Gefördert werden folgende Projekte:
- Leuphana Universität Lüneburg: »PS Individuale«
- HÖB e.V. mit Universität Vechta und Ludwig-Windthorst-Haus Lingen: »Verhalten in Organisationen – psychologische Basiskompetenzen«
- Stiftung Universität Hildesheim: »Studieninformationsportal 2.0 der Universität Hildesheim«
- Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften: »EEEwiss«
- Georg-August-Universität-Göttingen: »Ausbildungskompass Chemie – nachhaltige Übergänge gestalten«
- Technische Universität Clausthal: »Weiterbildungsstudiengang ‚Data Science für Führungskräfte‘«
- Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: »Kurswechsel: Migrant*innen von der Hochschule in den Beruf«
- Technische Universität Braunschweig: »Digital Skills@Work«
Die nächste Antragsphase hat bereits begonnen
Antragsberechtigte Einrichtungen können Anträge zur Förderung von Projekten im Rahmen der ESF-Richtlinie »Öffnung von Hochschulen« bis zum 30. April 2020 bei der NBank stellen. Wichtige Information: Voraussichtlich werden für den letzten Antragsstichtag noch etwa 2,5 Mio. Euro (ESF- und Landesmittel) zur Verfügung stehen.
VERWEISE
Das könnte Sie auch interessieren...
EY-Studierendenstudie 2026 - Finanzen und Lebenssituation Studieren kostet Geld – für viele Studierende in Deutschland wird das zur echten Last: Sechs von zehn (60 Prozent) haben aktuell Verbindlichkeiten oder Kredite, darunter auch überzogene …
Starke Anziehungskraft des deutschen Wissenschaftssystems Die grenzüberschreitende Mobilität – also der Wechsel von Studierenden und Forschenden in ein anderes Land zu akademischen Zwecken – nimmt weltweit stetig zu. Deutschland festigt dabei …
Studie des Stifterverbandes beschäftigt sich mit der Frage, wie Zuwanderung über die Hochschule Berufseintritt und Verbleib von internationalen MINT-Fachkräften stärkt Akademische Zuwanderung als Hebel gegen den MINT-Fachkräftemangel Die gezielte …
Rekordmarke geknackt: Über 10.000 Studienabschlüsse ohne Abitur im Jahr 2024 Die Durchlässigkeit des deutschen Hochschulsystems nimmt kontinuierlich zu und ermöglicht einer wachsenden Zahl beruflich Qualifizierter den Zugang zu akademischen …