Kein Platz für Nationalismus und Ausgrenzung an deutschen Hochschulen

Die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Professor Peter-André Alt und Professor Joybrato Mukherjee, appellierten angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine gestern an die Mitglieder der deutschen Hochschulen, gemeinsam für Weltoffenheit und Toleranz einzutreten.
Wir veröffentlichen den Aufruf hier im Wortlaut:
»Hochschulen sind Orte, an denen auch in Zeiten internationaler Konflikte Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Ausgrenzung keinen Platz haben. Differenzierte Sichtweisen, Meinungsvielfalt und internationaler Austausch sind Grundlagen der Forschungs- und Lehrtätigkeit an unseren Hochschulen. Besonders in Zeiten, in denen in erschreckender Brutalität in Europa wieder Krieg geführt wird, sind die Hochschulen gefordert, für diese Werte gemeinsam offensiv einzutreten.
HRK und DAAD stehen solidarisch an der Seite der ukrainischen Studierenden und Forschenden und aller Flüchtlinge aus dem Land, die jetzt und in naher Zukunft nach Deutschland und an die deutschen Hochschulen kommen werden. Gleichzeitig wissen wir zu unterscheiden zwischen dem russischen Staat und seinem Angriffskrieg und den russischen Studierenden und Forschenden, die sich oftmals, mit großem persönlichen Risiko, gegen diesen Krieg aussprechen.
Die Hochschulrektorenkonferenz und der Deutsche Akademische Austauschdienst als Mitgliedsorganisationen der deutschen Hochschulen setzen sich gemeinsam für demokratische Werte und eine aufgeklärte, tolerante Gesellschaft ein. Unter dem von der HRK im Jahr 2015 initiierten Label 'Weltoffene Hochschulen - Gegen Fremdenfeindlichkeit' bekennen sich deutsche Hochschulen und viele Partner im Wissenschaftssystem zu diesem Einsatz.
Als Präsidenten von HRK und DAAD stehen wir an der Seite der Hochschulen in ihrem Widerstand gegen Fremdenhass und Intoleranz. Wir bestärken sie in ihrem Engagement für ein friedliches Miteinander an den Hochschulen.«
VERWEISE
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